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Der hinterhältige Mord am Goldbären

Ein Goldbär, aufgespießt auf einem chromglänzenden Nagel. Macht man mit so was Geschäfte? Ja. Dirk Balke bezieht eindeutig Stellung. Das sei Kunst. Etwas, dass der Mensch zum Leben braucht. Stimmt das?

Lesen Sie einen Bericht aus dem Solinger Stadtanzeiger vom 10.05.2016 von Friedhelm Funk über den Künstler Dirk Balke.

Und schon klappert die Klischeemühle. Kunst ist elitär, Polo mit edlen Pferden und nicht VW-Polo. Maler wie Rubens haben die Mächtigen in Öl in Szene gesetzt. Das ist vorbei. Im Reihenhaus blickt das "richtige Leben" von der Wand. Fotos und Poster, die sich im Flachbildschirm gegenüber spiegeln. "Kunst ist ein Grundbedürfnis", sagt Dirk Balke. Wir treffen den 55-jährigen in seiner Galerie am Rand des idyllischen Gräfrather Markts. Den Bildern im Kopf sichtbare Konturen geben, Gefühlen Gestalt verleihen. Beispiele dafür ziehen sich durch die Geschichte der Menschheit. Wir finden sie in den 30.000 Jahre alten Wandmalereien der Chauvet-Höhle in Südfrankreich. Wir erkennen das bei Schmuck, der bei Ausgrabungen ans Tageslicht gerät. Hergestellt von Menschen, die individuell mehr Ansprüche an das Leben stellen, als das bloße Gefühl von satt und trocken. Ein bisschen Luxus eben. Nichts anderes ist Kunst - wie die Arbeit des Künstlers Dirk Balke mit dem Titel: "Der hinterhältige Mord am sagenhaften Goldbären."

Kunst ist ein Grundbedürfnis.

Dirk Balke

Von den 160.000 Einwohnern in Solingen interessieren sich schätzungsweise zwei Prozent für die Kultursparte Kunst. Eine Minderheit. Immerhin. Drei Viertel derer, die in Balkes Galerie auftauchen, sind über 50 Jahre. Angestellte, Manager und Rentner mit mehr oder weniger gefüllten Portemonnaies. Diese Best Ager haben Freude daran, Originale zu erwerben, die es nur einmal auf der Welt gibt oder nur in limitierter Auflage. Sie mögen die Arbeiten eines bestimmten Künstlers, sammeln besondere Malstile oder Motive. Welche kaufen einmal im Jahr ein Bild. Welche sagen: Ich habe da eine Lücke an der Wand. Öfter hört er den Satz: Das gefällt mir. Ich würde das Bild gerne kaufen, aber ich habe keinen Platz mehr. Vermögende Kunstliebhaber hängen Bild an Bild, füllen mit Skulpturen und sonstigen Artefakten große Hallen. Ja, sagt Dirk Balke, Kunst taugt auch zur Kapitalanlage. Wobei eine nennenswerte Rendite manchmal erst nach Jahrzehnten eintritt oder womöglich gar nicht erreicht wird - vergleichbar mit dem Spekulieren an der Börse.

Wieso kostet Kunst, was sie kostet?

Autohändler ziehen die "Schwacke-Liste" aus der Tasche und lesen, was ein Modell wert ist. Bei Bildern gilt die Formel: Bildhöhe plus -breite mal Faktor X. Junge, noch unbekannte Kunststudenten multiplizieren mit Zahlen unter zehn, wer mit Preisen und  Auszeichnungen dekoriert ist, entsprechend höher. Die Berechnung gilt für "normale Künstler". Schaffende, über die das Feuilleton schreibt, scheren sich nicht um Formeln. Die wissen um ihren Stellenwert.

Anfänger fragen sich, wann man einen Künstler am besten kauft, wie man Preise einschätzen lernt. Dabei helfen Galeristen, allerdings nicht immer. Etwa dann, wenn Angehörige Nachlässe von Familienangehörigen anbieten und von Dirk Balke die Antwort hören: "Das  nehme ich nicht. Wegen der ungewissen Herkunft." Fälschungen fürchtet er wie alle Kollegen, so wie der Teufel das Weihwasser.

Galeristen sind Suchende

Der 55-Jährige besucht Ausstellungen, liebt Kulturstädte, wie Venedig oder Wien. Balke mag handwerklich gute Malerei, Bilder und Skulpturen, die ihm persönlich gefallen. Das können Motive zu aktuellen Gesellschaftsfragen sein, mit Stift und Pinsel vermittelte Stimmungen oder andere interessante Darstellungen. Kunst soll Spaß machen. Das Leben bereichern, darum gehe es.

Eine neue Linie, neue Stilelemente kreieren, das sei praktisch unmöglich, weil alles schon mal da war. "Was bleibt", sagt er. "Kunst hat stets was mit uns zu tun. Mit unserer Zeit, wo Mitmenschen hohe Summen für Nobelautos hinblättern und den Kopf schütteln, wenn andere für Bilder ähnlich viel Geld locker machen." Dirk Balkes preiswertestes Bild kostet 50 Euro. Die gemordeten Goldbären 1.590 Euro und das aktuell teuerste für 7.500 Euro stammt von Hermann Reiner. Für ihn ist es kein Stilbruch, wenn das Bild neben dem Baumarkt-Regal hängt. Hauptsache, es sind Originale. Reiner Luxus. Schön.

Solinger Stadtanzeiger - 10.05.2016

 

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